Aktuelles

Dennis Aogo und Roman Neustädter zu Besuch bei Lavia

Wisst ihr, woran man feststellen konnte, wie spannend die Gespräche mit Dennis Aogo und Roman Neustädter waren? Keiner der Jugendlichen hatte in den 2,5 Stunden das Handy in der Hand, weder um zu lesen noch zum fotografieren.

Pünktlich um 17 Uhr schellten Roman Neustädter, Dennis Aogo, Katrin Herbstreit, Gerd Kaemper und Dominik Abel an der Tür von Lavia Institut für Familientrauerbegleitung. Um 20.30 Uhr saßen wir noch in der Küche mit Dennis Aogo zusammen und es stand die Frage nach Gott, Glaube und Hoffnung im Raum. (Vorher gab es, Dauerlutscher lutschend, Gespräche über Freundschaft, Fanreaktionen, Ernährung und zig andere Dinge) Es entstanden lebhafte Diskussionen. Kein höfliches Geplänkel, nein, es ging schon gut zur Sache. Hinter Anna und Dennis hängt auf dem Foto ein Bild. Als die Mutter zweier Jugendlicher starb, sagte die Pastorin: "Ich glaube, eure Mama ist von Gottes einer Hand in seine andere Hand gekommen." Diese Aussage hatte Leandra, die damals Praktikantin bei Lavia war, so beeindruckt, dass sie daraufhin das Bild für Lavia malte. Ein Leben nach dem Tod? Glaube in Krisenzeiten? Oder auch in guten Momenten? "Missionieren liegt mir nicht!", sagte Dennis. "Aber tatsächlich kann man es einfach kostenlos bedenken, ob es einem was bringt. Dabei vergibt man sich eh nix. Zur gleichen Zeit saß Roman Neustädter mit der anderen Gruppe zusammen. Wir hatten die Jugendlichen in zwei Gruppen eingeteilt, so daß jede "Kleingruppe" mit den Spielern im Wechsel intensiver sprechen konnte. Wir sprachen über den Umgang mit Traurigkeit, der vielen der Jugendlichen ähnlich war. Es tut Kindern und Jugendlichen gut, von einem prominenten Fussballer zu hören, dass er sowohl Traurigkeit kennt, wie auch sein Umgang damit ist. "Echte Kerle" sind doch eigentlich die, die coole Männer sind und mit Emotionen umgehen können. Eine Jugendliche schrieb vorhin in der Whattsappgruppe: "Und Roman beantwortete jede Frage und stellte uns auch noch welche. Weil er richtig echtes Interesse hatte!! Es waren soo gute Gespräche!" "Jo schrieb: ich glaube, die haben sich bei uns auch wohl gefühlt!" Ein weiteres Thema waren Stimmungen beim Spiel. Die Jugendlichen kennen es, zum Teil in der Schule wegen dem Tod der Eltern oder Geschwister beleidigt zu werden. "Wie geht ihr dhtenenn mit dem Auspfeifen von Fans um, die aus irgendeinem Grund mit eurer Leistung unzufrieden sind?" Und dann stellte man fest, das die Fans auch das Spiel mit schlechten Energien negativ beeinflussen können. und welche Strategien man nutzt, sich von miesem Verhalten zu distanzieren. Es war spannend!

Gerd Kaemper fotografierte für Schalke, Dominik Abel drehte in den Gruppen und machte im Anschluss ein Interview mit Dennis Aogo und und eines mit Karin Hesse, einer Mitarbeiterin von Lavia und Schalke-Fan. Der Film erscheint in Kürze auch auf unserer Homepage. Beide Fussballer sagten zum Schluss: "Es wundert uns, dass so viele Mädchen hier Schalkefans sind." Die Mädchen antworteten: "Das haben wir von unseren Vätern geerbt..."


Bilder und Texte von Jugendlichen aus den Trauergruppen

Weitere Erfahrungen aus der Trauerbegleitung

10.03.2016

Trauerarbeit: Kinderbilder und -texte

Es war kurz vor meiner Abfahrt an die Ostsee. ...

10.03.2016

Der Tag, als die Welt auf den Kopf gestellt wurde

Als im März das Flugzeug von Germanwings mit den vielen SchülerInnen abstürzte...

10.03.2016

Glück im Unglück

Lara ist 7 Jahre alt. Ihre Mutter liegt im Koma.